Makula­erkrankungen

Als Macula lutea – gelben Fleck – bezeichnet man den am hinteren Augenpol gelegenen, zentralen Anteil der Netzhaut. Er allein ist zu einer sehr hohen Auflösung des mit den Augen aufgenommenen Bildes fähig, weshalb die Makula auch die Stelle des schärfsten Sehens genannt wird. Erkrankungen der Makula können daher häufig zu einer starken Verminderung der Sehschärfe führen. Unter den Makulaerkrankungen ist die am weitesten verbreitete Erkrankung die sogenannte „Altersabhängige Makuladegeneration“ (kurz AMD). Sie ist in Deutschland die häufigste Ursache für den Bezug von Blindengeld. Bereits ein Viertel der über 75- jährigen Menschen leidet hierzulande an dieser tückischen Augenkrankheit, die man den Betroffenen von aussen zunächst nicht ansieht.

Zur Selbstkontrolle bietet sich der sogenannte Amslergitter-Test an:
(den Test gibt es bei uns in der Praxis)

Amslergitter-Test

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Normal AMD AMD

Mehr Informationen zur Altersabhängigen Makuladegeneration erhalten Sie unter folgenden Link:

  1. Patienteninformation der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft und des Berufsverbands der Augenärzte zur altersabhängigen Makuladegeneration
  2. Patienteninformation der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft und des Berufsverbands der Augenärzte zur intravitrealen Injektion bei Makuladegeneration

Entscheidend für die Prognose und Behandlungsmöglichkeit von Makulaerkrankungen ist die genaue Analyse der Netzhautschichten und Messung der Flüssigkeitsansammlung (Ödembildung).

Die innere Struktur der mehrschichtigen Netzhaut im hinteren Augenabschnitt kann mit den herkömmlichen Verfahren nicht genau untersucht werden.

3d-oct2.jpg Durch die optische Cohärenztomographie (OCT)-Technik ist dies aber heutzutage in einer kurzen Untersuchungszeit völlig unschädlich und ohne Berührung des Auges möglich. Durch die OCT-Untersuchung gelingt eine exakte Darstellung der verschiedenen Schichten der Netzhaut und damit eröffnet sich eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle bei verschiedenen Netzhauterkrankungen.

Die Fundusfotographie, entweder separat oder in Kombination mit der 3D-OCT-Untersuchung, ermöglicht eine exakte Befunddokumentation und Verlaufskontrolle.