Frequenz­verdopplungs-Perimetrie

galukom_fdt.jpg Wir haben in unserer Praxis ein FDT (Frequenz­verdopplungs-Perimetrie).

Das Glaukom (grüner Star) ist deshalb gefährlich, weil bei dieser Erkrankung zuerst die äußeren Anteile des Gesichtsfeldes ausfallen. Da das zentrale Gesichtsfeld lange Zeit unbeeinflusst bleibt, bemerkt der Patient den schon eingetretenen Schaden zunächst nicht. Wenn es bereits zu spürbaren Veränderungen des zentralen Sehens kommt, ist schon ein weit fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung erreicht. Durch eine spezielle Lichttechnik wird die Funktionsfähigkeit einzelner Bereiche der Netzhaut genau untersucht. Diese Technik heißt Frequenzverdopplungs-Perimetrie (FDT-Perimetrie).
Die FDT-Perimetrie bedient sich einer optischen Illusion, um während einer kurzen Untersuchungszeit die Arten von Netzhautzellen zu untersuchen, die nach neueren Erkenntnissen bei der Glaukomerkrankung besonders früh betroffen sind.

Untersuchungsablauf

pruefflaeche.jpg Der Patient sitzt vor dem FDT-Gerät und schaut mit dem Auge, welches untersucht wird, auf eine Prüffläche. Das nicht zu testende Auge wird bei der Untersuchung automatisch verdeckt. Bis zu einem Sehfehler von +/- 7 Dioptrien sind keine Korrektionsgläser erforderlich.

Patienten mit größeren Sehschäden tragen ihre eigene Brille oder Kontaktlinsen. In einem Übersichtstest wird für 17 Prüfgebiete ein optischer Reiz – ein Flackern – für einen kurzen Zeitraum erzeugt. Sobald der Patient dieses Flackern bei der Untersuchung wahrnimmt, drückt er einen Knopf. Nach und nach wird für jeden der 17 Prüfpunkte die Empfindlichkeit getestet. Die Untersuchung dauert 4 Minuten pro Auge und ist damit viel weniger belastend als eine herkömmliche Gesichtsfelduntersuchung.

Oben abgebildet: Prüffläche, auf der der Patient einen optischen Reiz – ein Flackern- wahrnimmt.

Für wen ist die FDT-Gesichtsfelduntersuchung sinnvoll ?

  • für alle Patienten mit einem Glaukom (grüner Star)
  • für Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck (ohne weitere Glaukomzeichen)
  • für Patienten mit Veränderungen am Sehnerven
  • für Patienten, in deren Familie bereits ein oder mehrere Glaukomfälle bekannt sind
  • für Patienten, die besondere Risikofaktoren für eine Glaukomerkrankung aufweisen, z.B. Kurzsichtigkeit oder allgemeine Durchblutungsstörungen

Die FTD-Gesichtfeld-Untersuchung ist in Deutschland keine Kassenleistung. Von privaten Krankenversicherungen werden die Kosten in aller Regel übernommen.

Haben Sie weitere Fragen, kontaktieren Sie bitte unser Praxisteam.